Ertrinken

Zuletzt aktualisiert: · Pedram Dadgar

Psychologisch (Freud)

Ertrinken steht häufig dafür, von Gefühlen überflutet zu werden, die das Wachbewusstsein nicht mehr fassen kann. Das Wasser symbolisiert das Unbewusste selbst, und der Traum kann die Angst zeigen, in verdrängten Emotionen oder Abhängigkeiten zu versinken.

Orientalische Deutung

In der orientalischen Tabir wird Ertrinken oft als Versinken in weltlichen Sorgen, Schulden oder Verfehlungen gelesen. Wer jedoch gerettet wird oder das Ufer erreicht, dem deuten viele Hoffnung auf Erlösung aus Not und Vergebung an.

Volkstümlich (Traumbuch)

Im Volkstraumbuch warnt das Ertrinken vor einer Flut von Sorgen oder vor einem Geldverlust, der einen zu überspülen droht. Doch ans Ufer zu gelangen oder gerettet zu werden, gilt den Alten als sicheres Zeichen, dass man der Not entkommt und festen Boden zurückgewinnt. Klares Wasser mildert das Omen, trübes und schwarzes Wasser aber rät zur Vorsicht bei Geschäften und falschen Freunden.

Häufige Traum-Szenarien

Im Meer ertrinken

Das weite Meer steht für das große Unbewusste und für Lebensumstände, die einen zu überfluten drohen. Im Traum darin zu ertrinken zeigt oft, dass eine Situation zu groß geworden ist, um sie allein zu bewältigen. In der orientalischen Deutung warnt es zugleich davor, sich in weltlichen Sorgen zu verlieren, und ruft zur inneren Umkehr.

Jemanden vor dem Ertrinken retten

Einen Ertrinkenden aus dem Wasser zu ziehen, zeigt die eigene Kraft, jemanden (oder einen Teil von sich selbst) aus einer emotionalen Notlage zu holen. Psychologisch verweist es auf wiedergewonnene Verantwortung und Handlungsmacht. In der traditionellen Deutung gilt es als gutes Zeichen: Man entreißt einen Menschen der Sünde oder der Verzweiflung und gewinnt dadurch selbst Segen.

Ein Kind ertrinkt

Das Kind im Traum steht oft für das Unschuldige, Neue oder Verletzliche in einem selbst. Sein Ertrinken kann die Angst spiegeln, ein zartes Vorhaben, eine Hoffnung oder die eigene unbeschwerte Seite in den Belastungen des Alltags zu verlieren. Es ist ein eindringlicher Ruf, das Schützenswerte nicht in den Sorgen untergehen zu lassen.

Beim Ertrinken auftauchen / sich retten

Im letzten Moment aufzutauchen und Luft zu holen zeigt, dass die seelische Überflutung ihren Höhepunkt überschritten hat. Psychologisch markiert es den Wendepunkt, an dem man wieder Boden und Atem findet. In der orientalischen Deutung gilt das Sich-Retten als Zeichen, dass eine drückende Last (Schuld, Sorge, Not) bald von einem genommen wird.

Tod & Gefahr

Traumdeutung dient der Selbstreflexion und Unterhaltung – sie ist keine medizinische oder psychologische Diagnose.