Die 78 Karten des Tarot — 22 Große und 56 Kleine Arkana. Bedeutungen aufrecht und umgekehrt, für Liebe, Beruf und Gesundheit, nach der Rider-Waite-Smith-Tradition.
Ist das Tarot hier wirklich kostenlos und ohne Anmeldung?
Ja. Sie ziehen die Karte direkt auf dieser Seite: ein Klick, eine Karte – aufrecht oder umgekehrt – samt Deutung. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, keine App, keine Zahlung, kein Probe-Abo. Ebenfalls frei zugänglich sind alle 78 Kartenseiten mit Bedeutungen für Liebe, Beruf und Gesundheit, die Tageskarte, das Legewerkzeug, die Kartenkombinationen und die Artikel im Wissensbereich. Für Tarot brauchen wir keinerlei persönliche Daten und kein Foto – anders als beim Kaffeesatzlesen, wo Sie ein Bild Ihrer Tasse hochladen. Die Ziehung selbst läuft zufällig in Ihrem Browser. Wir verstehen das Ganze als kulturelles Erbe, Unterhaltung und Anlass zum Nachdenken, nicht als garantierte Vorhersage.
Ist Tarot echt – kann eine zufällig gezogene Online-Karte überhaupt etwas bedeuten?
Wir sagen es offen: Die Karte wird per Zufallsgenerator in Ihrem Browser gezogen. Es gibt keinen Kanal, über den ein Programm Ihre Zukunft erführe, und wir behaupten das auch nicht. Der Wert liegt woanders. Eine Tarotkarte ist ein festes Bild mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Bedeutung – Turm, Sonne, Sieben der Stäbe. Wenn Sie dieses Bild auf Ihre konkrete Frage legen, zwingt es Sie, die Lage in Worte zu fassen, die Sie sonst vermieden hätten. Genau das erleben viele als „treffend". Warum eine Deutung so persönlich wirkt, erklären wir ehrlich in unseren Wissensartikeln, inklusive des sogenannten Barnum-Effekts. Nutzen Sie Tarot als Denkwerkzeug und Unterhaltung – nicht als Entscheidungsgrundlage bei Gesundheit, Recht oder Geld.
Wie viele Tarotkarten gibt es – und wie viele ziehe ich für meine erste Frage?
Ein vollständiges Deck hat 78 Karten: 22 Große Arkana wie Der Magier oder Der Stern und 56 Kleine Arkana in vier Farben – Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen. Gezogen wird davon immer nur ein kleiner Teil. Für den Anfang gilt: eine Karte für eine klare, einzelne Frage. Genau das macht die kostenlose Ziehung oben auf dieser Seite. Drei Karten geben Zusammenhang, etwa Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft oder Lage – Hindernis – Rat; das legen Sie im Legewerkzeug. Große Legungen mit zehn Karten sind erst sinnvoll, wenn Sie die Bedeutungen halbwegs sicher zuordnen können. Mehr Karten bedeuten nicht mehr Wahrheit, sondern meist nur mehr Widerspruch. Alle 78 Karten mit aufrechter und umgekehrter Bedeutung finden Sie im Kartenverzeichnis.
Kann man sich die Tarotkarten selbst legen?
Ja, und die meisten Menschen tun genau das. Schwierig ist nicht die Technik, sondern die Nähe: Bei eigenen Themen lesen Sie leicht das hinein, was Sie hoffen oder befürchten, und ziehen notfalls so lange nach, bis eine angenehmere Karte kommt. Drei Dinge helfen. Erstens: die Frage vorher aufschreiben und stehen lassen. Zweitens: zuerst die hinterlegte Bedeutung der Karte lesen – aufrecht oder umgekehrt, für Liebe, Beruf, Gesundheit – und erst danach auf Ihre Lage übertragen. Drittens: Ihre Deutung notieren und nach zwei Wochen noch einmal ansehen; so merken Sie, was Sie sich selbst erzählt haben. Diese Seite ist ganz auf das Selbstlegen gebaut: keine Beraterin, kein Telefonat, kein Termin – Ziehung, Kartenverzeichnis und Legewerkzeug liegen offen vor Ihnen.
Kann Tarot mir sagen, ob er oder sie mich liebt?
Ehrliche Antwort: Nein. Die Karten lesen keine fremden Gedanken, und niemand kann Ihnen seriös versprechen, dass jemand zurückkommt oder dass eine Ehe zustande kommt. Was funktioniert, ist die Umformulierung Ihrer Frage. Statt "Liebt er mich?" bringt "Was übersehe ich in dieser Beziehung?", "Was brauche ich gerade?" oder "Worauf laufe ich zu, wenn ich nichts ändere?" tatsächlich Bewegung. Für Liebesfragen eignet sich eine Drei-Karten-Legung im Legewerkzeug – ich, die andere Person, die Situation. Die Kelche-Karten stehen traditionell für Gefühle und Bindung, in den Kartenkombinationen sehen Sie, wie zwei Karten zusammen gelesen werden. Nutzen Sie das Ergebnis als Gesprächsanstoß, nicht als Beweis. Was der andere Mensch fühlt, erfahren Sie nur von diesem Menschen.
Ist Tarot Sünde oder haram – was sagen die Religionen dazu?
Wir sind keine religiöse Instanz und sprechen kein Urteil. Beschreibend lässt sich sagen: In der islamischen Gelehrsamkeit wird Wahrsagerei ganz überwiegend abgelehnt, und zwar mit einer klaren Begründung – Wissen über das Verborgene (al-ghaib) steht allein Gott zu; wer behauptet, es zu kennen, überschreitet diese Grenze. In den großen christlichen Kirchen gilt Divination aus ähnlichen Gründen als unerlaubt. Wenn Sie eine verbindliche Antwort für sich brauchen, fragen Sie bitte eine Gelehrte, einen Imam oder einen Seelsorger Ihres Vertrauens, nicht eine Website. Was wir tun, ordnen wir so ein: Wir behaupten kein Wissen über das Verborgene, versprechen keine Vorhersage und geben keine Garantie. Für uns sind die Karten Kulturgut, Unterhaltung und ein Spiegel zum Nachdenken. Wenn Ihre Überzeugung dagegen spricht, ist es völlig legitim, die Seite zu schließen.
Ist Tarot gefährlich – schwarze Magie, Dämonen oder negative Energie?
Auf dieser Seite passiert technisch sehr wenig: Ein Programm wählt aus 78 hinterlegten Karten eine zufällig aus und zeigt Ihnen den passenden Text. Es gibt kein Ritual, keine Anrufung, keine Beschwörung und niemanden, der angesprochen wird. Die Deutungen folgen der Rider-Waite-Smith-Tradition von 1909; die Karten selbst zeigen wir hier als eigene, schlichte Liniengrafik – eine Zahl oder ein Farbsymbol, keine okkulten Darstellungen. Sie müssen nichts sagen, nichts versprechen und nichts "bezahlen". Auch die gefürchteten Karten – Turm, Teufel, Tod – sind keine Urteile: Sie stehen für Umbruch, Abhängigkeit und Abschluss, und in jeder Kartenseite steht, wie sie aufrecht und umgekehrt gelesen werden. Ehrlich bleibt: Wenn Ziehungen Sie ängstigen, grübeln lassen oder Sie ständig nachziehen, legen Sie die Karten weg. Das ist kein Schutzzauber-Problem, sondern eine Frage des gesunden Umgangs. Religiöse Bedenken behandeln wir in der Frage zur Zulässigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Tarot, Kaffeesatzlesen, Handlesen und Hafis-Orakel?
Tarot arbeitet mit einem festen Symbolsystem: 78 Karten mit klar beschriebenen Bedeutungen. Sie stellen eine konkrete Frage, ziehen dazu Karten und deuten das Ergebnis – rein digital, ohne Foto und ohne persönliche Angaben. Beim Kaffeesatzlesen laden Sie ein Bild Ihrer eigenen Tasse hoch; gelesen werden die tatsächlichen Formen im Satz, was viel stärker an einen Moment und an ein Ritual gebunden ist. Das Handlesen zielt nicht auf Tagesfragen, sondern auf Anlagen und Lebenslinien über lange Zeiträume. Das Hafis-Orakel antwortet mit einem persischen Gedicht, also mit einem Rat in Bildern statt mit einer Prognose. Die Traumdeutung wiederum arbeitet mit Material, das Sie ohnehin schon produziert haben. Alle vier finden Sie auf dieser Seite – Tarot ist die richtige Wahl, wenn Sie eine bestimmte Frage durchdenken wollen.
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Einstieg
Joan Bunning · 1998 · English
Joan Bunnings freundlicher Einstieg führt Schritt für Schritt durch die Grundlagen – die richtige Wahl für alle, die ganz neu mit dem Tarot beginnen.