Schwimmen

Zuletzt aktualisiert: · Pedram Dadgar

Psychologisch (Freud)

Das Schwimmen im Traum wird tiefenpsychologisch oft auf den Umgang mit dem Gefühlsleben bezogen, da das Wasser für das Unbewusste und die Welt der Emotionen steht. Gleitet man sicher durch die Fluten, deutet dies auf seelische Bewältigung hin, während Mühe oder die Furcht zu sinken den Kampf mit überwältigenden Gefühlen widerspiegeln kann.

Orientalische Deutung

In der traditionellen islamischen Deutung kann das Schwimmen, besonders das Erreichen des sicheren Ufers, auf Rettung aus Schwierigkeiten und das gute Bewältigen einer Angelegenheit hinweisen. Schwimmt man hingegen in tiefem oder aufgewühltem Wasser ohne festen Grund, mag dies vor riskanten Unternehmungen oder vor dem Eintauchen in unsichere Verhältnisse warnen.

Volkstümlich (Traumbuch)

Das alte Traumbuch sagt: Wer im klaren Wasser schwimmt und sicher das Ufer erreicht, dem winkt Glück, Gesundheit und das Überstehen einer schweren Zeit. Kämpft man aber gegen trübe, reißende Fluten, so deutet der Volksmund auf Widersacher und Verleumdung; und wer zu ertrinken droht, dem rät der alte Spruch, sich vor Übermut und unbedachten Geschäften zu hüten.

Häufige Traum-Szenarien

Im klaren Wasser schwimmen

Mühelos durch klares, ruhiges Wasser zu gleiten gilt traditionell als gutes Omen für innere Klarheit und seelisches Gleichgewicht. Psychologisch zeigt es, dass man seine Gefühle gut versteht und souverän mit ihnen umgeht. Der Traum verheißt eine Phase der Gelassenheit und gelingender Lebensführung.

Gegen die Strömung schwimmen

Gegen eine starke Strömung anzuschwimmen spiegelt einen Kampf gegen Widerstände, sei es gegen die Erwartungen anderer oder gegen die eigenen Umstände. Der Traum würdigt den Mut und die Ausdauer, doch er fragt auch, ob der Aufwand das Ziel rechtfertigt. Manchmal rät er, loszulassen, wo das Festhalten nur erschöpft.

Im trüben Wasser schwimmen

In trübem, dunklem Wasser zu schwimmen deutet auf unklare Gefühle oder eine verworrene Lage, in der man die eigene Lage nicht durchschaut. Traditionell warnt es vor Verwirrung, Sorgen oder unaufrichtigem Umfeld. Der Traum rät, innezuhalten, bis sich das Wasser klärt, ehe man wichtige Schritte wagt.

Das Ufer erreichen

Nach dem Schwimmen sicher das Ufer zu erreichen gilt in der traditionellen Deutung als starkes Zeichen der Rettung und der Befreiung aus Bedrängnis. Psychologisch markiert es das Bewältigen einer emotionalen Prüfung und das Wiedererlangen festen Bodens. Der Traum verheißt, dass eine schwierige Zeit ihrem guten Ende entgegengeht.

Handlungen

Traumdeutung dient der Selbstreflexion und Unterhaltung – sie ist keine medizinische oder psychologische Diagnose.