Maus

Zuletzt aktualisiert: · Pedram Dadgar

Psychologisch (Freud)

Die Maus spiegelt in der Tiefenpsychologie oft die kleinen, nagenden Sorgen und unausgesprochenen Ängste, die im Verborgenen am Seelenfrieden zehren. Ihre Scheu kann zudem auf ein zaghaftes, sich klein machendes Selbstgefühl deuten, das sich vor Beachtung zurückzieht.

Orientalische Deutung

In der Tradition Ibn Sirins gilt die Maus häufig als Sinnbild einer Frau von zweifelhaftem Wandel oder eines heimlichen Schädlings im Haus, der unbemerkt vom Hab und Gut zehrt. Viele Mäuse können auf Schäden, Diebstahl oder unredliche Hausgenossen hindeuten, ihre Vertreibung auf Erleichterung.

Volkstümlich (Traumbuch)

Nach altem Volksglauben kündigt die Maus im Traum kleinen Verdruss und heimliche Diebe im Haus an. Huschen viele Mäuse umher, so munkeln die Alten von Klatsch und falschen Freunden, die hinter dem Rücken nagen und am Wohlstand zehren. Fängt man die Maus aber, so wird man eines lästigen Schädlings ledig und übersteht den kleinen Kummer mit heiler Haut.

Häufige Traum-Szenarien

Weiße Maus

Die weiße Maus mildert das sonst belastete Mausbild und deutet auf eine kleine, eher harmlose Sorge oder eine zaghafte, gutmeinende Person im Umfeld. In der Tradition Ibn Sirins steht das Weiß für eine entlarvte, nun durchschaubare Heimlichkeit; psychologisch zeigt sich ein leiser Wunsch, eine verborgene Angst ans Licht zu holen und zu zähmen.

Maus im Haus

Eine Maus im Haus deutet nach Ibn Sirin auf einen verborgenen Schädling im eigenen Heim oder eine unredliche Person im engsten Kreis, die unbemerkt nagt. Psychologisch spiegelt das Haus die eigene Seele: Eine kleine, ungelöste Sorge hat sich eingenistet und zehrt heimlich an der inneren Ruhe.

Viele Mäuse

Ein Schwarm vieler Mäuse verstärkt das Bild: Nach Ibn Sirin häufen sich verborgene Widersacher oder zahlreiche kleine Verluste, die sich summieren. Psychologisch zeigt die Menge eine Überforderung durch viele gleichzeitige kleine Sorgen, die einzeln harmlos wirken, gemeinsam aber überwältigen.

Tote Maus

Eine tote Maus deutet nach Ibn Sirin auf das Ende einer verborgenen Gefahr oder die Entlarvung einer heimlich schadenden Person. Psychologisch markiert sie, dass eine lange nagende kleine Angst ihre Macht verloren hat und nun losgelassen werden darf.

Tiere

Dieses Zeichen in anderen Deutungskünsten

Traumdeutung dient der Selbstreflexion und Unterhaltung – sie ist keine medizinische oder psychologische Diagnose.